Anatomie des Menschen: Wenn Medizin zur Kunst wird

Anatomie und Mensch sind untrennbar miteinander verbunden. Formen und Strukturen bilden sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit faszinierende Bilder. Bei angehenden Medizinern als anspruchsvoller Studienteil bekannt, besitzt die Anatomie des Menschen einen unübersehbaren, künstlerischen Charakter. Spätestens, seit der „Vitruvianische Mensch“ von Leonardo da Vinci zu einem beliebten Accessoire an Wänden wurde, ist klar: Anatomie, Mensch und Kunst bilden einen stilvollen Dreiklang.

Leonardo da Vinci prägte den künstlerischen Anspruch auf die Verbindung von Medizin und Anatomie des Menschen wie kaum ein anderer. In seinem Nachlass fanden Historiker Tausende von Notizen und Dokumenten mit anatomischen Zeichnungen. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu bedauerlich, dass es lediglich der eingangs erwähnte „Mensch im Kreis“ zu echter Popularität geschafft hat.

Anatomie des Menschen als Kunstform

Medizin – speziell die Anatomie – und Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Bereits die Kunst der Antike drehte sich fast ausschließlich um die Anatomie des Menschen. Später kam die Malerei hinzu. Künstler studierten Physiognomie und Gestalt, um sie in ihren Arbeiten umzusetzen. Ärzte konnten anhand dieser Werke anatomische Strukturen erklären und wissenschaftliche Hintergründe liefern.

Wer als realistischer Künstler anerkannt sein wollte, kam um das selbständige Studium der Anatomie Mensch nicht herum. Bevor er kreativ gestalten konnte musste er zunächst zu einem scharfen Beobachter werden. Wer hingegen als Arzt die Anatomie des Menschen verstehen wollte, suchte meist einen Künstler auf.

Auf welche andere Weise wäre es möglich gewesen, die Anatomie des Menschen zu studieren? Im christlichen Abendland waren Sektionen des menschlichen Körpers sehr lange verboten. Künstler ersetzten als heimliche Anatomen und mit ihren lebendigen, exakten Darstellungen das Lernen am toten Subjekt.

 
Anatomie des Menschen - Cursus Anatomicus


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Die Werke und Plastiken alter Zeiten dienten Medizinstudenten über lange Zeit als Studienobjekte. Sie brachten ihnen die Anatomie des Menschen näher und ersetzten die Realität am toten Körper.

Die Verbindung von Kunst und Anatomie des Menschen zeigte sich noch in einer anderen, historischen Tatsache. Wusstest Du, dass das Medizinstudium in früheren Zeiten noch umfangreicher war? Studenten mussten, abseits der Pflichtveranstaltungen zur Anatomie Mensch, an bestimmten Vorlesungen philosophischer oder kulturhistorischer Fächer teilnehmen. Das erscheint auf den ersten Blick überraschend.

Doch das Verständnis für Kunst, Philosophie und Kultur war ein echter und zusätzlicher Gewinn für das Erlernen der menschlichen Anatomie sowie die spätere Tätigkeit als Arzt. Dieser wertvolle Blick über den Tellerrand ist im heutigen Studium leider verloren gegangen.

„Theater“ als Zentren anatomischer Lehre

Lebendig wurde die Kunst am Menschen spätestens im 16. und 17. Jahrhundert. In Amsterdam, Basel, Paris oder Padua entstanden „Anatomische Theater“. Einen ersten Vorläufer gab es übrigens bereits Ende des 14. Jahrhunderts an der Universität Heidelberg. Anatomische Theater waren die Vorläufer der Dir bekannten Hörsäle. Um einen zentralen Schauplatz mit dem Tisch für Sektionen gruppierten sich Sitzplätze in Form einer Tribüne mit freiem Blick auf das Geschehen. Die Anatomie des Menschen sollte den Studierenden hautnah und emotional beigebracht werden.


Die Anatomie des Menschen als Nachschlagewerk

Aus alldem entstanden Studienobjekte zur Anatomie Mensch in Form von Atlanten oder bildlichen Darstellungen. Du kennst die Situation in der Fachbuchhandlung: In der heutigen Zeit ist das Angebot an Büchern zur Anatomie des Menschen vielfältig.

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Buch spielt sicher auch für Dich die Treue zum Detail innerhalb der Darstellungen die wichtigste Rolle. Verständlich, denn die Nomenklatur der Anatomie Mensch ist unveränderbar. Du lernst sie, sie gilt seit Jahrhunderten und wird nicht neu geschrieben. Wohl aber verschieden dargestellt.

Einer der neuzeitlichen Pioniere in der bildlichen Wiedergabe der Anatomie des Menschen ist Johannes Sobotta. Diesen Namen hast Du bestimmt schon gehört. Er schuf mit den Zeichnungen zur Anatomie Mensch ein bis heute gefragtes und inhaltlich hochwertiges Buch. Vielleicht lernst Du bereits damit. Sobottas „Atlas der Anatomie“ besteht aus mehreren Bänden und gilt als Standardwerk der Medizin in Studium und Praxis.

Die beiden Zeichner Karl Hajek und Erich Lepier waren für die Darstellungen zuständig. Die Realität von Muskeln, Geweben, Knochen, Gelenken und Organen, perfekt heraus präpariert im Rahmen von Sektionen, übertrugen Sie auf Papier. Die Skizzen entstanden dreidimensional, farblich abgestimmt und bis ins kleinste Detail formvollendet.

Der „Michelangelo der Medizin“

In der Aufzählung detailgetreuer Darstellungen zur Anatomie des Menschen darf auch der Name Frank Netter nicht fehlen. Der US-amerikanische Arzt und Anatom wird häufig als „Michelangelo der Medizin“ bezeichnet, so genau waren seine anatomischen Zeichnungen.

Zunächst arbeitete Netter als Illustrator für einen Pharmakonzern. Als immer mehr Ärztekollegen auf die Qualität seiner Bilder aufmerksam wurden, entschied man sich für die Veröffentlichung als Buch. Die erste Ausgabe des Netter Atlanten zur Anatomie des Menschen erschien 1948. Erst 1989 erschien Netters anerkannter und prämierter „Atlas of Human Anatomy“, für den er gleich mehrfach geehrt wurde und zahlreiche Ehrendoktortitel erhielt.


Anatomie Mensch als Kunstwerk

Was als Kunst im Regal zur Anatomie des Menschen eine wertvolle Pflicht für Studenten und Ärzte darstellt, kann als Kunst an der Wand zur eindrucksvollen Kür werden. Bilder, auf der die Anatomie Mensch in all ihren Facetten eindrucksvoll wiedergegeben wird, sind nicht nur faszinierend, sie sind Understatement.

Die Auswahl ist groß, jeder Fachbereich ist vertreten. Anatomische Darstellungen sind zeitlos. Sie verbinden Geschichte und Zukunft der Anatomie des Menschen und der Medizin. Und sie schaffen eine einzigartig Brücke zwischen der Anatomie Mensch und der Kunst.

 
Bei Cursus Anatomicus findest du genau das alles:
  • Die Anatomie des Menschen und der verschiedenen Organe, Knochen und Muskeln
  • Medizinische Zeichnungen mit korrekter Nomenklatur, perfekt zum Lernen und Erklären
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